Träcktor ist ein Offline-DSGVO-Beschwerdegenerator gegen Tracking-Einbettungen


Tutorial: Mit der Netzwerkanalyse gängige Tracker finden und mit Träcktor Beschwerden generieren.



Generator-Eingabe


Vor der Beschwerde musst du den Seitenbetreiber direkt zur Entfernung des Trackers auffordern und vier Wochen Zeit geben.



Findest du meistens in der Datenschutzerklärung

Welche Tracker hast du mit der Netzwerkanalyse entdeckt?


Du bist sicher, dass du keine aktive Einwilligung gegeben hast, bevor der Tracker auftauchte? Lösche daher vor dem Test deine Cookies!





Dein Name und bei Beschwerden evtl. noch eine Postadresse:
Da es ein Offline-Generator ist, bleibt alles temporär in deinem Browser.



Generierter Aufforderungstext

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Datenschutzprobleme bei ??????

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich war gerade auf Ihrer Website (??????) und habe mit Bedauern festgestellt, dass Sie ??????:

Ich schätze Ihre Website sehr und habe Verständnis für die praktischen Tools, die für Site-Admins mit diesen Trackern einhergehen. Aber für mich als Websitebesucher ist das Tracking problematisch und ärgerlich. Ich weiß, dass viele andere Seiten auch solche Tracker einbinden, aber irgendwo muss man ja anfangen.

Deshalb würde mich freuen, wenn Sie den Tracker in den nächsten Wochen entfernen würden. Bitte beachten Sie aber auch, dass ich nicht zögere, nach Ablauf von vier Wochen eine Beschwerde bei der zuständigen Behörde einzureichen, wenn sich bis dahin nichts geändert hat. Ich möchte mein Recht wirklich auch durchsetzen.

Ich sehe gerade: Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich auf der Seite eine Einwilligung gegeben habe. Also vergessen Sie das mit der Beschwerde, aber vielleicht können Sie den Tracker trotzdem entfernen.

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis!
??????

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FAQ

An wen wendet sich Träcktor?
Das kleine Tool Träcktor ist ein Beschwerdegenerator für Internetnutzer, die ihre Privatsphäre im Internet unkompliziert einfordern wollen. Es eignet sich für einzelne Anschreiben aber auch für massenhaftes Abarbeiten von Listen. So gesehen ist es auch ein Tool für Datenschutzaktivist*innen.

Warum muss ich die Analyse selbst durchführen, das könnte doch das Tool?
Der Verstoß muss durch den Betroffenen oder die Betroffene belegt werden, damit eine Datenschutzbeschwerde möglich ist. Eine automatische Analyse durch meinen Server wäre daher nicht ausreichend . Es gibt aber die tolle Seite Webkoll, die Seiten analysiert und die Tracker anzeigt. Das ist gut geeignet für die Voranalyse. Was für die Zukunft aber sicher denkbar wäre, ist eine automatisierte Analyse einer HAR-Datei, die der Nutzer von seinem Websitebesuch gespeichert hat. Das ist technisch aber schwieriger umzusetzen.

Warum kann man nur so wenige Tracker auswählen?
Sobald ich Zeit habe, füge ich mehr Tracker hinzu.

Wann ist ein Tracker ohne Einwilligung verboten?
In den letzten zwei Jahren haben sich recht klare Angaben der Gerichte und Behörden herauskristallisiert. Von besonderer Bedeutung ist die Orientierungshilfe für Anbieter von Telemedien und das BGH-Urteil zu Planet49. Seitdem ist relativ klar: Die Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung braucht eine Einwilligung.

Mein Fall ist komplizierter, wer kann mir helfen?
Die Behörden prüfen immer die Rechtmäßigkeit und sollten auch beraten, wenn man in einer Sache unsicher ist. Schreib deine Überlegungen einfach dazu. Gerne kann man sein Anliegen auch im DSGVO-Forum von Mike Kuketz vorbringen, wo IT-Experten, Datenschutzbeauftragte und evtl. auch ich gerne Antworten geben.

Mein Browser zeigt den Tracker in der Netzwerkanalyse nicht an?
Im Idealfall ist dann natürlich auch keiner vorhanden. Es gibt aber einige Gründe, warum er nicht zu sehen ist, obwohl er eingebunden ist:
1. Du bist im Privatmodus deines Browsers
2. Du hast einen Adblocker-Plugin aktiviert
3. Du hast die standardmäßige Blockade von "Elementen zur Aktivitätsverfolgung" (Firefox) aktiv bzw. "websiteübergreifendes Tracking verhindert" (Safari).
4. Du hast ein Opt-Out-Cookie
Also lösche vor der Analyse deine Cookies und deaktiviere alle Maßnahmen zum Trackingschutz.

Ich möchte meine Browser-Einstellungen nicht ändern
Damit du nicht bestehende Einstellungen in deinem Browser ändern musst, kannst du ein neues Profil für die Trackinganalyse anlegen. In Firefox: "about:profiles" in die URL eingeben, ein neues Profil anlegen (nenne es z.B. "Trackinganalysen") und es dann starten ("Profil zusätzlich ausführen"). Als Einstellung empfiehlt sich vor allem "Cookies und Website-Daten beim Beenden von Firefox löschen" und Deaktivieren der Blockiereinstellung gegen "Aktivitätenverfolgung". Was du dort änderst, betrifft dann andere Profile nicht.

Ist ein Trackingblocker nicht schneller und effektiver?
Ein Trackingblocker nutzt nur einigen wenigen Nerds, die das Wissen haben, wie man sich im Internet effektiv vor Profilbildung schützt. Mit einer Datenschutzbeschwerde kann man hingegen vielen Leuten helfen.

Warum soll man kleine Websitebetreiber verpetzen und Google und Facebook kommen davon?
Die Entscheidung, wer mit diesem Tool an eine Behörde gemeldet wird, liegt bei den Nutzern. Es gibt auch ziemlich große Unternehmen, die mit deinen Daten unrechtmäßig Geld machen. Mit dem Aufforderungsgenerator ist immerhin vorgesehen, dass niemand ohne Vorwarnung ein Bußgeld bekommt. Das Tool soll dabei vor allem den Bequemlichkeitsvorteil ausgleichen, mit dem Trackinganbieter die Datensammlung auf so vielen Seiten verbreiten konnten. Hier können die Nutzer nun ihrerseits mit ein paar Klicks die Tracker wieder entfernen lassen. So soll Träcktor den Zustand ändern, dass beim Tracking massive Wettbewerbsvorteile durch die Missachtung von Gesetzen entstehen, während die realistische Chance auf ein Bußgeld verschwindend gering ist. Dass die irische Datenschutzbehörde die Datenschutzprobleme bei den großen Silicon-Valley-Unternehmen nicht direkt verhindert, ist natürlich auch nicht richtig. Aber deshalb muss man Datenschutzverstöße nicht überall durchgehen lassen. Hinzu kommt, dass manche Tracker auch rechtskonform sind, aber z.B. ohne Einwilligung eingebunden werden, obwohl dies vom Hersteller vorgegeben ist.

Wird die Beschwerde bei den Behörden überhaupt bearbeitet?
Jede Beschwerde muss bearbeitet werden, die Frage ist nur wie lange das dauert. Da habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht - ein paar Monate muss man in jedem Fall warten. Aber tatenlos sind die deutschen Behörden nicht. Ich hoffe natürlich, dass auch die Behörden ihre Abläufe automatisieren, damit Bußgelder in solchen Standardfällen schnell und effizient ausgesprochen sind.

Warum machst du das/was hast du davon?
Der Rahmen ist meine journalistische Arbeit: Ich möchte über Tracking und Datenschutz aufklären und solche Serviceleistungen für die Leserinnen und Leser bereitstellen. Ob Websitebetreiber, Trackingfirmen oder die Behörden das gut oder schlecht finden, ist dabei weniger im Fokus, aber ich bin immer offen für Anregungen.
Finanziell zahlt sich das kaum aus, weil meine Spendeneinnahmen noch sehr gering sind. Wenn sich das ändert, kann ich das Tool noch besser machen: Deshalb unterstütze meine Arbeit mit einer kleinen Spende ❤️.